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RTOS-UH Testsystem für PC unter Windows mit dem Atari-Emulator WinSTon
Das RTOS-UH Testsystem dient dazu, das Echtzeitbetriebssystem RTOS-UH kennenzulernen und zu testen, ohne dass dazu die sonst übliche Prozessrechnerhardware bereit stehen muss. Es ist nur für Test- oder Ausbildungszwecke bzw. zum privaten Gebrauch bestimmt. Mit Hilfe des Freeware-Atari-Emulators WinSTon ist das System auf Personalcomputern ab P166 unter den Microsoft-Betriebssystemvarianten Windows95/98/2000/NT lauffähig.
EigenschaftenDas RTOS-UH System für den Atari-Emulator WinSTon erreicht auf der Mindesthardwareanforderung P166 etwa die Leistungsfähigkeit eines originalen Atari ST mit 8Mhz unter RTOS-UH. Bei entsprechender Hardware wird sie sogar um ein vielfaches übertroffen. Der Atari-Emulator WinSTon emuliert nicht nur den 68000-Prozessor sondern auch wesentliche Peripheriehardware eines Atari ST. Daher ist bereits ein originär für den Atari ST vorgesehenes RTOS-UH mit ihm lauffähig. Das hier beschriebene Testsystem ist lediglich um einen Treiber für den Dateitransfer zum PC-Dateisystem erweitert worden und entspricht somit dem aktuellen Stand. Es enthält aber (wie das RTOS-UH für alle Ataris) keine grafische Bedienoberfläche. Es erlaubt aber ein gründliches Kennen Lernen und Testen von RTOS-UH, insbesondere der Multitaskingfähigkeit und der Synchronisationsmittel. Selbstverständlich ist auch die Programmierung in PEARL und Assembler sowie eine echte Programmausführung möglich. WinSTon lässt den emulierten Atari als Windows-Task wahlweise im Vollbildmodus oder in einem eigenständigen Fenster laufen. Eine von der Firma IEP durchgeführte Erweiterung erlaubt den Zugriff von Programmen unter RTOS-UH auf PCI-Karten. Damit steht auch dem RTOS-UH Testsystem unter WinSTon eine Prozess-Ein-/Ausgabe zur Verfügung.
EinschränkungenEin wesentliches Merkmal von RTOS-UH, die hervorragende Echtzeitreaktivität, ist bedingt durch die Emulation und das darunter liegende Windows natürlich eingeschränkt. Die Reaktivität rührt hier vor allem vom Leistungsüberschuss der PC-Hardware. Bei starker Hintergrundaktivität des Windowsbetriebssystems kann es daher zu 'Verzerrungen' der Zeit im emulierten Atari kommen. Auch der Zugriff auf das PC-Dateisystem hebelt das Echtzeitkonzept aus, da der hierfür vorgesehene Treiber in einer unteilbaren Sequenz den Zugriff über GemDOS-Routinen an Windows weiterleiten muss. D. h. bis zur Rückmeldung von Windows steht der emulierte Atari still. Download und InstallationZunächst sollte der Freeware Atari-Emulator WinSTon in der Version v0.5x3 des Instituts für Regelungstechnik installiert werden. Diese Version wurde in einigen Details für die Verwendung des RTOS-UH Testsystems optimiert. Auch die Verwendung des WinSTon v0.5 oder des Stew 1.0 ist jedoch möglich. Die Installation erfolgt durch das Entpacken des Archivs in ein beleibiges Verzeichnis. Der Start von WinSTon erfolgt durch Aufruf von winston.exe. Erste Tipps zu WinSTon gibt das readme.txt im gleichen Verzeichnis. Eine ausführlichere Hilfe zu WinSTon ist im Programm über F1 oder den ?-Button erreichbar. WinSTon selbst enthält intern bereits ein TOS-Image der Version 1.00, das für den Start von RTOS-UH ausreicht. Ansonsten benötigt RTOS-UH kein TOS und ist daher von der verwendeten TOS-Version unabhängig. Für das Arbeiten mit alten ATARI-Disketten unter TOS sind Images dieser Disketten auf der Festplatte erforderlich. Näheres dazu ist unter der Hilfe des WinSTon zu finden. Das RTOS-UH Testsystem für WinSTon kann in ein beliebiges Verzeichnis entpackt werden. Dieses Verzeichnis ist dann in WinSTon als Laufwerk C: des Atari einzustellen. Im Ordner AUTO liegt das Programm rtoslod8.prg, mit dem das RTOS-UH System von TOS aus gestartet werden kann. Anwender die von WinSTon v0.3 oder v0.4 auf v0.5 oder STeW 1.0 umsteigen, sollten sicherstellen, dass das Autostartskript AUTO/AUTOC die Zeile SM FFFA1C 0020; enthält. Im Startskript des aktuellen Systems ist dies enthalten. Im Ordner XD befinden sich einige nützliche Skripte. Dieser Ordner ist auch als Execution-Directory eingestellt. Hilfe bei der Bedienung von RTOS-UH gibt das Handbuch (pdf, ca. 700 S.). Für neue Anwender von RTOS-UH ist vor allem der Schnellkurs im Kapitel 2 zu empfehlen. Auf Besonderheiten des RTOS-UH-Testsystems für WinSTon geht ein gesondertes Dokument (pdf, ca. 120kB) ein. Eine kompakte Einführung in RTOS-UH gibt es von der Firma IEP als 55-seitiges pdf-Dokument (ca. 250kB). Hiervon existiert auch eine englische Version.
RTOS-UH spezifische Einstellungen von WinSTonFür den Einsatz von RTOS-UH unter WinSTon sind einige Einstellungen sinnvoll, die von den Default-Optionen von WinSTon abweichen. WinSTon enthält 'Help topics', die diese Optionen erläutern.
Start von RTOS-UHRTOS-UH kann manuell über TOS von C:\AUTO durch das Programm RTOSLOD8.PRG gestartet werden. Ein automatischer Aufruf dieses Programms erfolgt bei jedem Reset von WinSTon, falls die Option 'Boot from Hard Drive' angewählt ist und kein Diskettenimage als Laufwerk eingestellt ist.
PCI-Support unter RTOS-UH
Durch eine von der Firma IEP durchgeführte Erweiterung können seit der Version 0.5x3 PCI-Karten des PCs von RTOS-UH angesprochen werden. Zur Zeit werden PCI-IO-Karten der Fa. Kolter Electronic unterstützt. Die Verwendung anderer Karten ist nur durch Modifikationen in den WinSTon-Quellen möglich. Näheres zum PCI-Support ist dem Dokument
Weitere Besonderheiten
Achtung:
Der Normalzustand der RTOS-UH-Shell ist inaktiv.
Bei Bedarf muss die Shell durch einen Interrupt geweckt werden.
Dies geschieht durch die Tastenkombination Ctrl A
(gleichzeitig drücken). Das bedeutet:
Der Zugriff auf das PC-Dateisystem, also die Atari-Harddisks
C:,D:, E: oder F: erfolgt von RTOS-UH aus
über die Laufwerksbezeicher
/X0, /X1, /X2 bzw. /X3.
Der Zugriff auf die unter RTOS-UH sonst üblichen Bezeichner für
Festplatten z. B. /H0 liefert lediglich die Fehlermeldung Probleme, Bugs, Troubleshooting
Sonstiges
DanksagungVoraussetzung für den Einsatz des RTOS-UH Testsystems ist ein funktionierender, hardwarenaher Atari-Emulator. Der Funktionsumfang von RTOS-UH unter WinSTon wurde mit keinem anderen uns bekannten Atari-Emulator erreicht. Unser Dank gilt daher Paul Bates, dem Autor von WinSTon, für seine unermüdliche Arbeit an diesem Projekt, für die gute Zusammenarbeit und vor allem dafür, dass er WinSTon als Freeware zur Verfügung stellt.
Änderungen
KontaktBei Problemen, Kritik und Anregungen wenden Sie sich bitte an
Dr.-Ing. T. Lilge
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28.09.2010 Torsten Lilge (e-mail) Impressum